Crypto-Mining Experiment

Grundlegendes

Ende 2018, als der Crypto-Wahn seinen Höhepunkt erreichte, kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit den Crypto-Währungen und interessierte mich sehr dafür. Nun ich bin nicht schwer zu begeistern für solche Dinge. Die Vorstellung, dass man zuhause einen Rechner laufen lassen kann, der virtuelles Geld berechnet, welches man dann auch in weiter Währungen umwandeln kann, war schon eine Sache der ich gerne mal nachgehen wollte. Alleine schon das technische Interesse, von berufswegen, war schon Antrieb genug

Also entschied ich mich dafür ein kleines eigenes Projekt zu starten und meinen eigenen Crypto-Miner (ein sogenanntes Mining-Rig) zu bauen. Der Name des minen ist tatsächlich angelehnt an den Bergbau. Es wird symbolisch gesehen, es wird quasi Gold abgebaut. In Wirklichkeit wird da aber nichts abgebaut, sondern eigentlich etwas erschaffen. Und zwar werden Blocks berechnet und cryptografisch verschlüsselt, um diese schlussendlich an eine Blockchain anzuhängen. Das macht man allerdings nicht zu Spaß, sondern diese Blöcke, sind Transaktionsfragmente. Der Sinn und Zweck, ist in meinem anderen Blog beschrieben 

Im Internet fand ich auch unzählige Informationen und Videos darüber, was mich eigentlich nur noch mehr begeisterte. Also mussten zuerst einmal die Randbedingungen geplant werden – Welche Hardware kommt dafür in Frage, worauf kommt es an, was sind die Kern-Aufgaben des Mining-Rigs und in welcher Größenordnung soll es gebaut werden.

Hardwareanforderungen

Zu allererst muss klar sein, dass es beim Bau eines solchen Mining-Rigs um Rechen-Power geht, sodass die Blöcke möglichst schnell berechnet werden können. Ich entschied mich, für die Berechnung von CryptoNight Währungen. Eine davon ist Monero. Der Vorteil ist, dass diese Währung mit CPU Power, oder GPU Power (hier wird die Grafikkarte zur Berechnung verwendet) berechnet wird. Der Vorteil der GPU Power ist der, dass diese viel schneller rechnen kann.

Es gibt also spezielle Anforderungen und dafür gibt es dann auch spezielle Hardware. Im Wesentlichen handelt es sich um einen normalen Rechner, der aus einem Mainboard, Speicher, einer CPU, sowie einer Festplatte und einer Stromversorgung besteht. Das Besondere daran ist das dieser Rechner nicht wie üblich nur eine Grafikkarte (GPU) besitzt, sondern möglichst viele. Das ist nun aber zum einen von den Kosten und auch von der Stromleitung limitiert. 

Gebaut wird dies dann aufgrund dessen, dass mehrere GPUs im Einsatz sind, nicht wie üblich in einem Rechnergehäuse, sondern auf einem speziellen Rahmen (Open-Rig). Dies erlaubt die Grafikkarten oben auf dem Rig zu montieren und man hat dadurch auch eine bessere Kühlung der Komponenten. Die Wärmeentwicklung ist hierbei nicht zu vernachlässigen. Ein Rig mit 6 GPUs im Dauerbetrieb, kann spielend im Winter die Heizung ersetzen und man erreicht je nach Raumgröße zwischen 25-30 Grad Raumtemperatur. Insofern empfiehlt es sich auch nicht, diesen Rechner im Wohnzimmer laufen zu lassen, da dieser dann als negativen Nebeneffekt auch noch eine enorme Geräuschentwicklung verursacht. Bei mir fand das Ganze dann im Keller statt.

Dimensionierung und Stromverbrauch

Die Größenordnung ist ein wichtiger Aspekt, denn daran orientieren sich zum einen die Anschaffungskosten, als auch (und noch viel wichtiger) die Betriebskosten. Der Rechner, den man da baut ist ja nicht gerade günstig zu betreiben, denn je mehr Rechenleistung ein „Server“ hat, umso mehr Energie muss man reinstecken.

Aus diesem Grund habe ich das Rig zuerst nur mit einer, dann mit zwei und später mit 3 Grafikkarten ausgebaut. Bei 3 Grafikkarten hatte es bereits einen Stromverbrauch von ca. 351 kw/Std Umgerechnet auf den Strompreis von 0,24 €/ Kilowattstunde, beliefen sich die Kosten auf:

• 2,04 €/Tag

• 14,25 €/Woche

• 61,90 €/Monat

• 742,83 €/Jahr

Ja das ist schon eine ganze Menge. Die Kosten konnten durch die Photovoltaik Anlage auf dem Dach, im Schnitt auf 0,19€/Tag gesenkt werden. Das bedeutet das die tatsächlichen Kosten sich wie folgt gestalteten:

• 1,63 €/Tag

• 11,40 €/Woche

• 49,52 €/Monat

• 594,27 €/Jahr

Amortisierung

Wie man an den entstehenden Kosten sehen kann, ist es äußerst Wichtig, einen möglichst günstigen Stromtarif zu haben, denn wie in jedem Gewerbe muss der Ertrag den Kosten gegenübergestellt werden.

Als ich anfing mit dem Crypto-Mining, stand der Kurs des Monero bei ca. 250€. In den Bildern unten habe ich ein paar Screens eingestellt, in denen die Kosten, der Wert und daraus folgend den Profit errechnet habe. Ich habe dort mal einen Auszug von ca. 9 Tagen dargestellt. Ich habe das Rig nicht 7x24x365 laufen lassen, da es für mich nur ein kurzzeitiges Projekt war und sich der Kurs des Wertes immer negativer entwickelte, sodass man schlussendlich mehr Kosten hatte, als es Ertrag brachte.

Fazit

Schlussendlich kann ich sagen das die Zeit eine sehr interessante war und das ich über Blockchain per Selbststudium am lebenden Objekt viel gelernt habe. Ich glaube das Blockchain als solches eine Zukunft hat. In welcher Art und Weise kann man noch nicht sagen. Das Thema Privat-Mining ist m.E. allerdings nur dann eine Option, wenn man für Strom nicht bezahlen muss.

Zu bedenken ist das Thema Umweltschutz hierbei, denn man bläst unglaublich viel Strom durch das virtuelle Universum. Natürlich ist auch das ein Thema – gerade heute. Wenn man allerdings mal bedenkt, wieviel Strom heute für die Finanzwelt verbraucht wird, relativiert sich die Rechnung schnell, denn diese läuft auch nicht Stromfrei.

Bildergalerie

Video

28 Kommentare

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